rehapro – Prävention vor Reha und Reha vor Rente

Das Jobcenter Leipzig beteiligt sich seit 2020 am Bundesprogramm „Innovative Wege zur Teilhabe am Arbeitsleben – rehapro“ und erprobt innovative Ansätze zur Unterstützung von Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen. Das Jobcenter Leipzig hat dafür bereits vor einigen Jahren die beiden Projekte SanusLE und LIPSY ins Leben gerufen, die in 2025 ausgelaufen sind. In 2024 ist unser drittes rehapro-Projekt „G2 – gemeinsam gesund“ gestartet.

rehapro in Leipzig: G2 – gemeinsam gesund

Im Projekt „G2 – gemeinsam gesund“ liegt der Fokus auf der Unterstützung im Gesamtkontext der Familie. Ziel des Projekts ist die Vermittlung von Gesundheitskompetenzen für alle Mitglieder der Bedarfsgemeinschaft im Sinne der „Hilfe zur Selbsthilfe“.

„G2 –  gemeinsam gesund“ nimmt die ganze Familie in den Blick und möchte damit sowohl gesundheitlichen Problemen durch Vorsorge begegnen, als auch vorhandene Schwierigkeiten bewusst angehen. Die Teilnahme am Projekt erfolgt auf freiwilliger Basis.

Mittelpunkt des Projektes bilden die Gesundheits- und Familienbegleiter/innen (GFB). Deren Angebot beinhaltet wöchentliche bis monatliche Kontakte sowie eine individuelle und umfassende Unterstützung bei gesundheitlichen, aber auch anderen Problemlagen der Familien. Sie vermitteln geeignete Angebote im Sozialraum und übernehmen das Coaching sowie die aktive Begleitung und Betreuung der Teilnehmenden. Gemeinsam mit einer aktiven Netzwerkarbeit soll das Projekt zu einer nachhaltigen Stabilisierung der Teilnehmenden beitragen.

Für einen Teil der betreuten Familien kann ergänzend die innovative Maßnahme mit vielfältigen Gesundheitsangeboten „KiEBa – Kinder und Eltern in Balance“ bei ciT Leipzig GmbH genutzt werden.

Was ist das Bundesprogramm rehapro?

Mit dem Bundesprogramm „Innovative Wege zur Teilhabe am Arbeitsleben – rehapro“ setzt das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) den Auftrag des Gesetzgebers um, Modellvorhaben zur Stärkung der Rehabilitation zu fördern (§ 11 SGB IX). Bundesweit wurden seit 2019 insgesamt 122 Projekte gefördert.

Ziel ist es, durch die Erprobung von innovativen Angeboten und organisatorischen Änderungen neue Ansätze zu finden, die Erwerbsfähigkeit von Menschen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen besser zu erhalten bzw. wiederherzustellen sowie die Zusammenarbeit der Akteure im Bereich der medizinischen und beruflichen Rehabilitation weiter zu verbessern.