§16i SGB II – Teilhabe am Arbeitsmarkt

Sie haben eine Mitarbeiterin oder einen Mitarbeiter, der in 4 bis 5 Jahren in Rente geht? Dann stellen Sie dieser Mitarbeiterin bzw. diesem Mitarbeiter eine „Helferin “ bzw. einen „Helfer“ beiseite. Der Helfer kann dann 5 Jahre eingearbeitet werden und anschließend bestenfalls ein vollwertiger Ersatz sein.

Ziel:

Schaffung von Beschäftigungsmöglichkeiten auf dem allgemeinen oder sozialen Arbeitsmarkt für sehr arbeitsmarktferne Langzeitarbeitslose.

Wer wird gefördert?

Menschen, die das 25. Lebensjahr vollendet haben und besonders lange – also insgesamt min. 6 innerhalb der letzten 7 Jahre- Regelleistungen nach dem SGB II (Arbeitslosengeld II) bezogen haben. Bei Menschen mit Behinderung oder minderjährigen Kindern im Haushalt, bei min. 5 Jahren Leistungsbezug.

Wie wird gefördert?

Zuschuss zum Arbeitsentgelt im Rahmen der vereinbarten Arbeitszeit: In den ersten beiden Jahren Zuschuss von 100% zum Mindestlohn, es sei denn, der Arbeitgeber ist tarifgebunden oder tariforientiert. Dann wird das tatsächlich gezahlte Arbeitsentgelt berücksichtigt. In jedem weiteren Jahr wird dieser Zuschuss um zehn Prozentpunkte gekürzt bei einer max. Förderdauer von 5 Jahren.

  • Zudem wird ein pauschalierter Beitrag am Gesamtsozialversicherungsbeitrag (ohne Arbeitslosenversicherung) gezahlt.
  • Begleitende Betreuung: Um die Beschäftigung zu festigen und zu stabilisieren, werden Teilnehmende und Arbeitgeber bei Fragen und Problemen auf jeden Fall im ersten Jahr unterstützt und betreut („Coaching“), wenn erforderlich auch während der gesamten Förderung.
  • Qualifizierung: In angemessenen zeitlichen Umfang durch erforderliche Weiterbildungen oder betrieblichen Praktika bei anderen Arbeitgebern. Der Zuschuss dazu kann bis zu 3000,00 Euro betragen.
  • Keine Nachbeschäftigungspflicht

Sie haben Interesse? Nehmen Sie Kontakt mit uns auf.

Kontaktieren Sie Ihre Ansprechpartnerin bzw. Ihren Ansprechpartner im Jobcenter Leipzig bzw. bei der Agentur für Arbeit Leipzig (gemeinsamer Arbeitgeberservice).
Wir beraten Sie gerne zu allen Fragen rund um die Förderung und das Beschäftigungsverhältnis.

Kontakt:
Projektteam THCG
Jobcenter Leipzig / Team 537
Berliner-Straße 13
04105 Leipzig
Telefon: 0341 – 46 244 280 (Voicebox)
E-Mail: jobcenter-leipzig.team537@jobcenter-ge.de

Es werden sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse bei allen Arten von Arbeitgebern gefördert. Die Kriterien Zusätzlichkeit, Wettbewerbsneutralität und öffentliches Interesse gelten nicht.
Beide Förderungen des Teilhabechancengesetzes beinhalten einen Lohnkostenzuschuss (§ 16e SGB II 24 Monate; § 16i SGB II bis zu fünf Jahre) und werden mit einer beschäftigungsbegleitenden Betreuung (“Coaching”) flankiert, um das Arbeitsverhältnis zu stabilisieren und mittel- bis langfristig einen Übergang in eine ungeförderte Beschäftigung zu begleiten.
§16i SGB II ermöglicht es außerdem, notwendige Weiterbildungen von bis zu 3.000 Euro je Arbeitsverhältnis zu fördern. Notwendig kann eine Weiterbildung dabei auch sein, wenn sie nicht im direkten Zusammengang mit der ausgeführten Tätigkeit steht, aber für die mittel- bis langfristige Integration sinnvoll ist.

Links:

Weitere Informationen es Bundesministeriums für Arbeit und Soziales zum Teilhabechancengesetz finden Sie hier:
https://www.bmas.de/DE/Schwerpunkte/Sozialer-Arbeitsmarkt/sozialer-arbeitsmarkt.html
https://www.bmas.de/DE/Service/Presse/Meldungen/2021/teilhabechancengesetz-wirkt.html